Taufe eines Kindes
Die Vorbereitung beginnt vor der Terminplanung. Eltern und Paten begleiten das Kind auf seinem Weg in die Kirche — auch nach der Taufe.
Zuerst die Vorbereitung — dann das Gespräch und der Termin
Die folgenden Schritte sind für Eltern und Paten vor dem Vorbereitungsgespräch und vor der Terminabsprache erforderlich.
- Am Gemeindeleben teilnehmenBeginnen Sie, regelmäßig die Gottesdienste zu besuchen.
- Den Glauben kennenlernenLesen Sie mindestens ein Evangelium. Lernen Sie das Glaubensbekenntnis und die Gebote Gottes kennen und bemühen Sie sich, nach ihnen zu leben.
- Beichten und die Kommunion empfangenOrthodoxe Eltern und Paten bereiten sich durch Beichte und Kommunion vor. Ist ein Elternteil ungetauft oder gehört einer anderen Konfession an, gilt diese Anforderung für ihn nicht; besprechen Sie seine Vorbereitung mit dem Priester.
Eltern und Paten
Eltern und Paten übernehmen vor Gott Verantwortung für die geistliche Erziehung des Kindes und seine Teilnahme am Leben der Kirche. Paten sind geistliche Begleiter, nicht nur Zeugen der Taufe.
Wer kann Pate werden?
- Orthodoxe Christen über 17 Jahre.
- Menschen, die am Gottesdienst und an den Sakramenten teilnehmen.
- Menschen, die bereit sind, vor der Taufe zu beichten und die Kommunion zu empfangen.
Wer kann nicht Pate werden?
- Personen anderer Konfessionen oder Religionen.
- Ehemann und Ehefrau gemeinsam für dasselbe Kind.
Vorbereitungsgespräch und Termin
Erst nach der Vorbereitung findet das Gespräch mit dem Priester statt. Dabei geht es um den Sinn der Taufe, den Glauben der Kirche und die Verantwortung der Eltern und Paten. Es ist keine Wissensprüfung, sondern eine Hilfe auf dem Weg in die Kirche.
Vereinbaren Sie den Tauftermin mit dem Priester nach der Vorbereitung und dem Gespräch. Bitte legen Sie ihn nicht vorher selbst fest.
Wenn ein getauftes Kind nicht mehr am kirchlichen Leben und an der Eucharistie teilnimmt, tragen Eltern und Paten dafür Verantwortung vor Gott.
Was zur Taufe mitbringen?
- Ein orthodoxes Kreuz und ein Taufhemd; beides kann in der Kirche erworben werden.
- Ein Handtuch und Wechselschuhe, zum Beispiel Badesandalen.
- Für Säuglinge zusätzlich: ein großes Wickeltuch oder Handtuch, Wechselkleidung, Socken und je nach Jahreszeit eine Mütze.
Der Sinn der Taufe und das Leben danach
Die Taufe ist das Sakrament, in dem der Mensch der Sünde stirbt und zu einem neuen Leben in Christus geboren wird. Er wird in den Leib Christi, die Kirche, aufgenommen. Die Taufe wird einmal im Leben empfangen.
Danach beginnt das christliche Leben: Gebet, Teilnahme an den Sakramenten, Umkehr und Vertrauen zu Gott. Die Taufe findet ihre Fortsetzung in der regelmäßigen Teilnahme an der Eucharistie.
„Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden.“ (Mk 16,16)
Lesen Sie dazu auch Mt 28,19–20 und Röm 6,4.
Was kostet die Taufe?
Die Sakramente der Kirche haben keinen Preis. Die Taufe ist eine Gabe der göttlichen Gnade. Kirche und Gemeinde werden durch freiwillige Spenden der Gläubigen getragen.
Nach der Taufe können Sie dem Priester nach eigenem Wunsch und Ihren Möglichkeiten eine Spende als persönliche Dankesgabe geben. Bitte überweisen Sie diese persönliche Gabe nicht auf das Gemeindekonto oder über den PayPal-Zugang der Gemeinde.
Wie geht es nach der Vorbereitung weiter?
Nach den beschriebenen Vorbereitungsschritten besprechen Sie den weiteren Weg mit dem Priester.
Mit dem Priester sprechen

